Symantec wird angeschwärzt

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Analysten sind sich weitgehend einig

Das Security-Unternehmen Symantec gerät in den USA in die Kritik. Mehr und mehr renommierte Analysten kehren sich von dem einst gefeierten Star ab und hegen Zweifel an der Strategie und Ausrichtung des Unternehmens. Es sei nach deren Einschätzung nicht in der Lage, in den wichtigsten Security-Märkten noch lange mit der Konkurrenz mitzuhalten, so das US-Medium Newsfactor.

Jordan Klein, Aktienanalyst bei UBS Warburg, denkt, dass Symantec auf dem bisherigen Wachstumsniveau bleiben muss. Und dies nur, um die Anleger zu halten. Da er dies für “mehr als unwahrscheinlich” hält, stufte er die Firma Anfang Dezember gründlich herab in seiner Empfehlungsliste.

Die befragten Analysten hegen vor allem drei Zweifel an der Überlebenskraft von Symantec: auf dem von der Firma stark bedienten Endverbrauchermarkt ist kaum noch etwas zu holen, die Vertriebsmannschaft soll nicht besonders schlagkräftig sein und – der nach wie vor lukrative B2B-Bereich ist weitestgehend ein Buch mit sieben Siegeln für die Antivirus-Software-Pioniere, so heißt es.

Ed Maguire von Merrill Lynch ist nicht überzeugt, dass das Unternehmen jemals im Geschäftskundenmarkt Fuß fassen könne. Immer noch gilt auch für ihn die CIO-Umfrage von UBS Warburg als Bibel: Hier hatten zwei Drittel der Befragten angegeben, sie wollten lieber Best-of-Breed als All-in-One. Im Klartext heißt das, sie geben lieber etwas mehr Geld für ihre Lösungen aus, als eine kombinierte Lösung zu kaufen, die im Paket etwas günstiger wäre. Symantec gilt jedoch als auf Letzteres spezialisiert.