NAI kauft sich ein ins Anti-Spam-Geschäft

EnterpriseSicherheit

Deersoft ergänzt die Produkte des Sicherheitsherstellers

Content-Filter werden 2003 die Hälfte aller E-Mails blockieren. Mit dieser Analyse der Aberdeen-Group wundert es nicht, dass Network Associates (NAI) künftig auch auf dieses Pferd setzt. Die Akquisition von Deersoft – der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht – soll nur der Anfang einer Reihe von Zukäufen auf dem Anti-Spam-Markt sein.

Die Deersoft-Lösung spürt unerwünschte Mails auf, indem sie alle eingehenden Nachrichten auf vorher definierte Spam-Faktoren testet und analysiert. Ist eine Mail als Spam identifiziert, wird sie zurück gewiesen oder als künftiges Spam-Kriterium gespeichert.

Das erste Produkt, das mit der Deersoft-Applikation ausgestattet ist, will NAI-Ableger McAfee im zweiten Quartal 2003 mit dem Namen McAfee Spamkiller Enterprise als Desktop-Lösung auf den Markt bringen. Die Technologie soll später bereits am Gateway oder im E-Mail-Server implementiert werden können. Gleichfalls plant McAfee, den E-Policy-Orchestrator, ein Policy-Management-Tool, mit der Deersoft-Anwendung aufzurüsten. Dann soll der Kunde Spam sowie Antiviren-Software mit einer Lösung verwalten können.

Analysten vermuten, dass NAI seinen Einfluss als Sicherheitsexperte für die Anti-Spam-Kampagne positiv nutzen kann, um in diesem Marktsegment Fuß zu fassen. Dementsprechend zeichnet McAfee laut Reuters auch ein düsteres Szenario für Firmen ohne Anti-Spam-Lösungen: Der Bedarf nach Filterprogrammen steige wöchentlich.