Viren vermehren sich mit rasender Geschwindigkeit

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Zahl verdoppelt sich jedes Jahr

Viren und Würmer, die Alpträume jedes Users, richten nicht nur mitunter große Schäden an, sie sind auch außerordentlich vermehrungsfreudig. Das Security-Unternehmen Message Labs hat nun ermittelt, dass sich das Aufkommen virenverseuchter Mails jedes Jahr glatt verdoppelt. So fanden die Experten im Jahr 2002 in jeder 212. Mail einen Wurm. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor wurden die Sicherheitswächter nur in jeder 380. Nachricht fündig.

Auch wenn man sie von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet: die Statistik bleibt erschreckend. Durchschnittlich entdeckten die Filter von Message Labs 2002 alle drei Sekunden eine verseuchte Mail. Am häufigsten tauchte dabei der Wurm Klez auf, dahinter rangieren die Viren Yaha.E und Bugbear.A.

Alex Shipp, Senior Antivirus-Techniker bei Message Labs, ist alarmiert: “Das ist ein dramatischer Anstieg in der Verbreitung von Viren, obwohl in diesem Jahr gar kein dramatischer Ausbruch stattgefunden hat.”

Schuld an der raschen Verbreitung der Schädlinge sind laut Shipp vor allem die privaten Nutzer: “Sie verfügen über die geringsten Schutzvorkehrungen.” In weiterer Folge sind dann Unternehmen, die direkt mit Privatkunden in Verbindungen stehen, besonders gefährdet.

Beim Sicherheitsspezialisten Trend Micro geht man davon aus, dass sich Viren und Würmer auch in naher Zukunft weiter vermehren werden. Und noch einen weiteren, unerfreulichen Trend machen die Analysten für 2003 aus: Das freie Betriebssystem Linux soll für Hacker immer interessanter werden, hieß es.

Dabei sei der Glaube der Öffentlichkeit, dass Linux quasi unverwundbar sei, die wahre Achillesferse des Systems: “Die fatale Folge ist, dass Linux-User sich in Sicherheit vor Viren und Hackerangriffen wiegen und daher nachlässig mit dem Schutz umgehen.”