IP-VPN-Markt als Hoffnungsträger der Branche

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Kräftiges Wachstum und stabile Lage

Trotz der allgemeinen Branchenkrise gibt es doch immer wieder ein paar Lichtblicke. Nun hat die Unternehmensberatung Frost & Sullivan den Markt für virtuelle private Netzwerke (VPN), die auf dem Internet-Protokoll basieren, als Zukunftshoffnung geortet.

In einer Studie zum europäischen Markt für IP-VPN-Services konstatieren die Experten, dass der Markt sich nicht nur guter Zuwachsraten erfreut, sondern auch den allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung bisher relativ unbeschadet überstanden hat.

Die zunehmende Nutzung von IP-basierter Datenübermittlung führe auch dazu, das diese immer stärker zur Basistechnologie von VPNs werde, heißt es in der Untersuchung. Nach dem Jahr 2003 wird nun ein deutliches Wachstum erwartet. Denn, so die Begründung, die Anwender würden der Technologie zunehmend mehr vertrauen.

Entsprechend optimistisch sind die Prognosen. Der europäische IP-VPN-Dienstemarkt soll laut Frost & Sullivan von derzeit rund 1,7 auf knapp 3,6 Milliarden Euro bis zum Jahr 2005 anwachsen. Dabei seien vor allem die geringeren Kosten von VPN-Lösungen ausschlaggebend.

Analystin Niamh Spillane schränkt allerdings ein, dass die Einsparquote zum großen Teil davon abhängig sei, welche Technologie ursprünglich die Unternehmensstandorte miteinander verbunden habe: “Ein IP-VPN ist lohnenswerter, wenn es eine angemietete Standleitung ersetzt, anstatt ein Frame Relay-Netz.”

Sicherheitsbedenken sollen den Erfolg von VPN über IP jedenfalls nicht behindern. Das Vertrauen in die Software habe sich substanziell verbessert, heißt es in der Studie: “Wenn sich die Zuverlässigkeits- und Sicherheitswerte den Qualitätsnormen von geschlossenen Netzwerken angeglichen haben, werden auch Unternehmen, die sensible Daten über ihre Netzwerke versenden, IP VPN-Dienste den herkömmlichen WAN-Services vorziehen.”