IT-Security-Markt bleibt munter

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Größer als die Angst vor der Pleite ist die vor dem IT-Absturz

Unternehmen setzen trotz herbstlicher Investitionsstimmung gern einen Teil ihres Budgets für IT-Security ein. Die Summen, die im kommenden Jahr in dieses Marktsegment fließen, sollen trotz teilweise etwas ambivalenter Produkte leicht steigen. Das ersehen die Marktforscher der Meta Group daraus, dass 71 Prozent der weltweit befragten größeren Unternehmen ihr IT-Security-Budget bereits in diesem Jahr erhöhen und für 2003 dasselbe vor haben.

Im kommenden Jahr sollen 55 Prozent der CIOs fünf Prozent oder mehr des gesamten Ausgabenbudgets ihres ganzen Betriebs in IT-Security investieren dürfen. Zu dieser Kategorie gehörten im vergangenen Jahr nur 33 Prozent. Betrachtet man das laufende Jahr, so ergibt sich mit 4 Prozent der Befragten nur eine kleine Anzahl von IT-Leitern, deren Geldtopf für Security-Ausgaben laut der Meta-Group-Befragung geschrumpft ist.

Dennoch entfällt wohl immer noch ein erklecklicher Teil der Gelder auf andere Technik: Mit 24 Prozent der Interview-Partner gab die größte Gruppe an, sie gebe weniger als ein Prozent des IT-Budgets für Sicherheitslösungen aus. Vorausblickende 8 Prozent der Befragten setzen jetzt schon über 10 Prozent des Budgets dafür ein.

Dass die Lösungen zum Teil noch nicht ganz die Wünsche der Unternehmen erfüllen können, wollen die Marktforscher auch aus der geringen Begeisterung für Sicherheitsfragen ersehen. VPNs beispielsweise, so die Meta Group, bedürften trotz hoher Sicherheitsgarantie, relativ einfacher Implementierung und ausgereiften, umfassenden Dienstleistungen noch der ständigen Nachsorge. Die damit verbundenen Kosten schreckten vor allem viele Finanzchefs ab, so die Vermutung.