Microsofts Deutschland-Chef wirft das Handtuch

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Nicht mal zwei Jahre im Amt

Kurt Sibold räumt seinen Chefsessel bei Microsoft Deutschland. Er war vor gerade einmal 15 Monaten als Nachfolger von Richard Roy angetreten, der von der Konzernleitung in die USA abgeschoben worden war.

In einer Pressemitteilung der deutschen Microsoft-Niederlassung in Unterschleißheim heißt es, Sibold habe “den Umbau des Unternehmens zu einem anerkannten Technologieanbieter für Unternehmenskunden erfolgreich abgeschlossen” und den Beitrag der Niederlassung zum Ergebnis des Bereichs Europa, Middle East und Afrika wesentlich steigern können.

In Erinnerung bleiben allerdings vor allem die Schwierigkeiten, die sich der Softwareriese hierzulande mit seiner Windows-XP-Registrierung eingehandelt hat. Auch in der Auseinandersetzung mit Datenschützern und Open-Source-Befürwortern in der öffentlichen Verwaltung hatte Microsoft unter Sibolds Führung keine allzu glückliche Figur abgegeben.

Mit 53 Jahren wolle sich der Manager, der seine Erfahrung vor allem bei Hewlett-Packard gesammelt hatte, “seine berufliche Karriere im Bereich mittelständischer Unternehmen im Südwesten Deutschlands fortsetzen”, heißt es. Wohin es Sibold genau verschlägt, sei noch nicht bekannt.

Insgesamt hat Sibold nur knapp drei Jahre im Gates-Konzern verbracht. Einen Nachfolger will Microsoft innerhalb der kommenden Wochen präsentieren.