Datenbanken: Billig – oder teuer, fett und lahm

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Fachmann gibt Open-Source-Tipps für Ängstliche

Trotz der inzwischen ganz erklecklichen Auswahl an Open-Source-Datenbanken, die zum Download bereit stehen, kaufen immer noch viele Unternehmen ihre Datenbank teuer bei Oracle oder IBM ein. Vor allem bei geschäftskritischen Beständen wie Kundendaten und Lieferadressen heißen die Anwendungen meist 9i oder DB2. Derzeit noch zu Recht, wie Aberdeen-Fachmann Bill Claybrook sagt.

So gebe es zwar einige gute Open-Source-Datenbanken zum kostenlosen Download, sagte der Research Director des Marktforschers gegenüber dem US-Fachmedium News Factor. Allerdings wiesen die proprietären Vertreter noch einige Vorzüge auf, die die frei verfügbaren Verfolger erst noch zu erringen hätten.

“Wer beispielsweise MySQL und DB2 vergleicht, wird Unterschiede bei Zugangstempo, Antwortzeiten und Zusatzfunktionen feststellen”, so Claybrook. Nicht umsonst teilten sich die beiden Großanbieter zwischen 60 und 65 Prozent des Weltmarkts.

Andererseits gab er zu, dass Kunden, die nicht gerade ein Rechenzentrum oder ein Großunternehmen betrieben, mit einer Open-Source-Alternative durchaus zufrieden sein könnten. Nicht umsonst zähle MySQL auch Abteilungen von Novell, BMC und Hyperion zu seinen Kunden und hat im Quartalsvergleich seinen Umsatz gerade versiebenfacht.

“Wer einfach nur einen Platz braucht, um seine Daten sicher zu speichern und zu konfigurieren, dem genügt MySQL”, so Clybrook. Allerdings wies er darauf hin, dass auch Unternehmen Gewohnheitstiere seien und dass langjährige Stammkunden von IBM oder Oracle eben schwer zum Wechsel zu überreden seien.