Glänzende Zukunft für Integratoren in der Bioinformatik

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Massendaten, die über Leben und Tod entscheiden

Bioinformatik, die Kombination aus Informationstechnik und Biologie, birgt ein enormes Wachstumspotential. Zu diesem Schluss gelangt der Geschäftsbereich Technical Insights der Unternehmensberatung Frost und Sullivan.

Besonders starken Einfluss habe die Bioinformatik in den drei Forschungsfeldern Genomik, Proteomik und kombinatorische Chemie für strukturbasiertes Wirkstoffdesign. Denn hier fallen riesige Datenmengen an. Zudem müssen hier verschiedenste Instrumente zusammenarbeiten.

Ein zentraler Einsatzbereich für Bioinformatik ist etwa die so genannte in-silico-Forschung. Hierbei geht es um die Zuordnung von Genen und ihren Funktionen durch computergestützte Datenbankvergleiche. Damit sollen sich die Chancen von Wirkstoff-Leads erhöhen.

Wie schon die Projekte zur Entschlüsselung des menschlichen Erbguts zeigen, besteht eine der größten Herausforderungen darin, die massenhaft anfallenden Daten zu sammeln und auszuwerten. Daneben bedarf es besonderer Methoden für die Organisation, Analyse, Speicherung und Verarbeitung der Informationen.

Der Erfolg der Bioinformatik-Branche hängt laut Frost und Sullivan aber auch maßgeblich von einer besseren Integration und Interoperabilität der Systeme ab. Dazu jedoch müssten die Hersteller an Schnittstellen arbeiten und Standards entwickeln, fordert die Insights-Analystin Kathleen Austin: “Den echten Durchbruch gibt es dann, wenn unterschiedliche Systeme diverser Hersteller alle auf die gleiche Weise für die Forscher zugänglich werden.”