Unix-Rechner zu Intel-Preisen von Sun

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Blade 150 soll Lin- und Win-Konkurrenz das Fürchten lehren

Mit der Workstation Sun Blade 150, kommt noch ein Risc-Unix-Rechner von Sun Microsystems aus dem unteren Preissegment auf den Markt. Die neue CPU soll bis zu 76 Prozent schneller sein als der frühre 64-Bit Ultra-Sparc-III-Processor.

Der niedrigste Preis für die 64-Bit-Maschine soll bei 1395 Dollar liegen. Damit dürfte der Sun-Rechner zu Windows- oder Unix-Servern zumindest im Preis konkurrenzfähig sein.

Sun ist im Unix-Markt seit einiger Zeit recht erfolgreich. Nach Zahlen der Marktforscher IDC und Gartner Group führt der Hersteller das Marktsegment sogar an.

Die IDC-Angaben weisen einen Marktanteil von 69 Prozent aus. Laut Gartner hat Sun im abgelaufenen Quartal 55,8 Prozent des gesamten Umsatzes erwirtschaftet. Bezogen auf das Absatzvolumen kommt Hewlett-Packard auf nur 20 Prozent.

Doch die Angaben über Marktanteile spiegeln nur einen Teil der Realität wieder. Insgesamt muss der Unix-Markt Federn lassen. Die Verbreitung von Linux- und Windows-Workstations nimmt auf Kosten von Unix-Servern zu. Laut IDC wurden weltweit in ersten Vierteljahr 2002 viermal mehr Intel-Workstations verkauft als Unix-Maschinen.

Doch auch bei diesem beeindruckenden Verhältnis lohnt es sich, genauer hinzuschauen; denn nicht alle Intel-Rechner verkauften sich gleich gut. Itanium-Workstation gerieten im ersten Quartal zu Ladenhütern. Nach IDC-Angaben fanden weniger als 1000 Stück einen Käufer.