Sun darf bei Web-Services-Standards jetzt doch mitreden

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Gegen Widerstand von IBM und Microsoft, wird gemunkelt

Nach langen und heftigen Auseinandersetzungen wird Sun Microsystems nun doch Mitglied im Standardisierungsgremium für Web-Services. Ausschlaggebend sei die Bereitschaft der Web Services Interoperability Organisation, WS-I, den Vorstand um zwei auf neun Sitze zu erweitern.

Um einen dieser Sitze wolle sich Sun bei den Wahlen im kommenden März bewerben, teilte das Unternehmen mit. Wichtigste Aufgabe sei es, die heraufziehende Gefahr einer Zersplitterung des Web-Services-Idee entgegenzutreten, hieß es zur Begründung.

Gerüchten und Spekulationen zufolge soll nicht nur Microsofts Mitbegründer Bill Gates, sondern auch der IBM-Konzern versucht haben, Sun von der Vereinigung fernzuhalten. Der Computerhersteller war bei Gründung jedenfalls nicht eingeladen worden, sich ebenfalls zu beteiligen.

Bisher hat die WS-I 150 Mitgliedsunternehmen, darunter auch HP, Cisco, Intel, Oracle und Bea. Mit Microsoft müsse man eben versuchen, auszukommen, hieß es bei Sun: Im Interesse der Kunden.