Dot-net Server 2003 pirscht sich an Unixe heran

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Coup für NEC

Im heiß umkämpften Großrechnermarkt hat Microsoft einen lang ersehnten Achtungserfolg erzielt. Denn die jüngste Übersicht im Benchmarking-Test des Transaction Processing Performance Council nennt die NEC-Maschine TX7/i9510 an fünfter Stelle – mit Microsofts Betriebssystem Dot-net Server 2003. Auch der verwendete SQL Server 2000 Enterprise Edition für 64-bit kam aus Redmond.

Spitzenreiter der nicht-geclusterten Systeme ist ein Primepower von Fujitsu mit Sun Solaris 8, gefolgt von HPs Superdome und dem 64-Bit-Unix UX 11.i und einer P-Series IBM-Maschine samt AIX. Seit Jahren versucht Microsoft, in diesen Unix-dominierten Bereich vorzudringen.

Zwar erreicht der NEC-Rechner mit 309 000 Punkten im TPC-Test nur etwa die Hälfte des Fujitsu-Egebnisses – allerdings auch zu einem wesentlich günstigeren Preis. Der TX7/i9510 soll zum Jahreswechsel für 4,6 Millionen Dollar verfügbar sein.

Dafür bekommt der Kunde ein Gerät mit 32 Itanium-2-Prozessoren von Intel. Der Halbleiterhersteller zeigte den NEC-Rechner auf seinem Developer Forum in San Jose – allerdings schon mit dem geplanten Itanium-2-Nachfolger, der unter dem Codenamen Madison läuft und erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll.

Beeindrucken wollen Intel und Microsoft mit dem Upgrade-Argument: Sowohl auf Madison als auch wiederum auf dessen Nachfolger Montecito sollen die Anwender ohne Rücksicht auf Hard- und Software umsteigen können.