XP-Servicepack weckt das große Gähnen

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Wer braucht überhaupt XP?

Mit der ersten größeren Aktualisierung des neuen Betriebssystems Windows XP schließt Microsoft eigenen Angaben nach Sicherheitslöcher und berücksichtigt mögliche gerichtliche Auflagen aus dem Anti-Kartellprozesse. Service Pack 1 liefert Patches für bereits bekannte aber auch noch nicht veröffentlichte Unsicherheitsfaktoren sowie zusätzliche Unterstützung von Java.

Außerdem soll SP1 sowohl PC-Herstellern wie auch dem Endverbraucher ermöglichen, Verknüpfungen zu Microsoft-Applikationen vom Desktop zu nehmen, um per default Konkurrenzprodukte zu verwenden.

Win XP SP1 gilt außerdem als ein erstes Ergebnis der groß angekündigten Sicherheitsinitiative des Softwarekonzerns. Microsoft-Gründer Bill Gates hatte Anfang des Jahres angekündigt, Sicherheit habe von nun an oberste Priorität.

Trotz aller Werbung lassen sich aber die PC-Händler, darunter Sony, Zeit mit dem Aufspielen des Updates. Einerseits sei XP mit wenigen groben Fehlern auf den Markt gekommen, heißt es. Die regelmäßig veröffentlichten Patches von der Microsoft-Homepage genügen den meisten Administratoren als Waffe gegen Lecks. Andererseits beobachten sie noch keine gesteigerte Nachfrage nach XP: Der Mehrzahl der Kunden begnüge sich durchaus mit Windows 2000.

Analyst Toni Duboise vom britischen Marktforschungsunternehmen ARS sieht die Microsoft-Aktivitäten um SP1 ebenfalls mehr als gelassen. So verfüge das Update nur über wenige wirklich herausragende Funktionen außer den notwendigen Patches. Er sagt: “Es gibt hier keinen Grund für besondere Aufregung.”