Japans Regierung vertraut Linux Personaldaten an

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Auch Microsoft wollte den Auftrag haben

In einer Ausschreibung für einen japanischen Regierungsauftrag ist der amerikanische Softwarekonzern Microsoft erneut einem Linux-Angebot unterlegen. Fujitsu soll gemeinsam mit IBM und Oki eine Lösung zur Gehaltsabrechnung für rund 800.000 Beamte und Angestellte der Tokioter Administration bauen.

Als Basis kommt die Open-Source-Software zum Einsatz – offenbar aus Kostengründen. Aber auch Sicherheitsaspekte sollen eine gewichtige Rolle bei der Entscheidung gespielt haben, heißt es. Mit dem System werden in Zukunft auch die Personalinformationen verwaltet. Der Auftrag hat nach japanischen Medienberichten ein Volumen von umgerechnet 1,4 Millionen Euro.

Trotz persönlichen Einsatzes von Microsoft-Chef Steve Ballmer hat sich der Münchner Stadtrat vor wenigen Wochen für eine IT-Infrastruktur auf Open-Source-Basis entschieden. Das Thema spielt nun sogar im bayerischen Landtagswahlkampf eine Rolle. Plakat-Slogan der Münchner SPD-Abgeordneten Monica Lochner-Fischer: “Mehr Linux, mehr Freiheit.”