Intershop im Sturzflug: Umsatzeinbrüche fordern massiven Stellenabbau

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Umsatzprognosen auf weniger als die Hälfte revidiert

Der Softwarehersteller Intershop kündigt einen umfangreichen Stellenabbau an. Nach drastischen Umsatzeinbrüchen im ersten Quartal dieses Jahres musste der Hersteller von Internet-Shopsystemen jetzt auch noch seine Geschäftsprognosen für das laufende Jahr massiv nach unten korrigieren. Auch die Suche nach einem potenziellen Käufer blieb bislang erfolglos.

Die massive Schmälerung des Personalbestands soll den bevorstehenden steilen Absturz wenigstens ein wenig abbremsen. Bis zum 30. Juni 2003 soll die Angestelltenzahl von derzeit 445 Mitarbeitern demnach erheblich reduziert werden. Genaue Angaben über die Anzahl der Kündigungen wurden noch nicht bekannt gegeben. Lediglich Intershops technologische Kernkompetenz im Bereich Forschung und Entwicklung solle soweit wie möglich erhalten bleiben.

Nach der Korrektur der Umsatzprognosen rechnet das Unternehmen beim Gesamtumsatz jetzt statt mit 45 Millionen Euro nur noch mit 20 bis 25 Millionen Euro, teilte Intershop mit. Erst vor wenigen Monaten hatte Intershop die Prognosen bereits schon einmal auf das Niveau von 2002 gesenkt. Der Verlust werde sich nach dem neuesten Stand jetzt wahrscheinlich auf 20 Millionen Euro belaufen. Die bisherige Prognose sah lediglich einen Verlust von 5 Millionen Euro vor.