Novell batselt Linux-Strategie

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Nicht ganz so mutig, wie behauptet

Das Softwareunternehmen Novell springt auf den Linux-Zug auf und hat nun, dem allgemeinen Trend folgend, mit “Novell Nterprise Linux Services” eigene Lösungen hierfür vorgestellt. Diese auf das Netzwerk zielenden umfangreichen Dienste sind einer ersten Meldung zufolge für File, Print, Messaging, Verzeichnisdienste und Management gegeignet und laufen auf Red Hat Enterprise Linux und dem Suse Linux Enterprise Server.

Mitgeliefert werden Netzwerkservices für Identitätsmanagement über eDirectory und DirXML, Dateidienste über iFolder, Druckdienste über iPrint, Messaging-Dienste über NetMail, Managementdienste über
ZENworks for Servers sowie ein virtuelles Büro für Anwender über den exteNd Director Standard Edition. Die Administration soll zentral erfolgen.

Parallel hat Novell Vereinbarungen mit Dell, HP und IBM abgeschlossen. Diese drei Hersteller bieten in Zukunft Novells Linux-Lösungen gemeinsam mit Novell an. Die Beta-Tests der Novell Nterprise Linux Services 1.0 sind für Juli vorgesehen. Preis und Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt.

Dafür gibt es bereits erste Reaktionen von Novell-Getreuen. Michael Graulich, CIO bei der Kiekert AG, sagt: “Die Linux-Strategie von Novell kommt uns sehr entgegen. Zum einen sehen wir, dass unsere bisherige Entscheidung für Novell richtig war und zum zweiten können wir uns dem Thema Linux mit Novell nun schneller nähern.” Jürgen Kretschmann von der Stadt Essen zeigt Interesse, obwohl derzeit keine Linux-Einführung geplant ist: “Die neue Positionierung Novells lässt uns klar erkennen, dass es für Linux sehr gute Aussichten gibt.”