Apples neues OS X fordert Chip-Generalüberholung

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Betriebssystem-Feinheiten aus Analystensicht

Mit einer neuen Version seines Betriebssystems OS X unter dem Arbeitstitel “Panther” will Apple-Chef Steve Jobs am Montag die Fachgemeinde zum Staunen bringen. Vorab rechnen Analysten der Wall Street damit, dass nicht nur tiefgreifende Kernel-Feinheiten, sondern auch handfeste Prozessortechnik vorgestellt werden. Laut Reuters handelt es sich bei dem mit Spannung erwarteten Chipsatz um den “G5”.

Zusätzlich zu noch größerer Stabilität, Zuverlässigkeit und Effizienz des Systems spekuliert beispielsweise Andrew Neff, Analyst bei Bear Stearns in New York: “Apple könnte seine Plattform der nächsten Generation eigentlich auch gleich basierend auf dem lange erwarteten Prozessor vorstellen.”

Sein Kollege Roger Kay vom Marktforschungsunternehmen IDC gibt ihm recht: “Der Prozessor-Wechsel, der unter der Bezeichnung G5 bekannt ist, kommt mir ziemlich wahrscheinlich vor.” Er setzt wie seine Analystenkollegen darauf, dass Jobs bislang noch jede größere Ankündigung auf die nun am Montag beginnende World Developer Conference geschoben habe, und weist darauf hin, dass gerade die Umsatzzahlen für PCs und Notebooks bei dem kleinen Microsoft-Rivalen “auf einen historischen Tiefstand” gesunken seien.

Dem soll nun der IBM-Chip 970, besser bekannt als G5, abhelfen. Der Prozessor soll mit 1,4 Gigahertz getaktet sein, glaubt Charles Wolf, Analyst bei Needham & Co. Im nächsten Jahr könne er 2,5 und im Jahr darauf gar 4 bis 5 Gigahertz erreichen.