Auch britische Städte machen Linux-Gedankenspiele

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Hoher Zeitdruck

Nach dem Aufsehen erregenden Beschluss der Stadt München, in der gesamten Verwaltung künftig auf Open-Source-Software rund um das Betriebssystem Linux zu setzen, fassen nun auch Kommunen in Großbritannien einen Systemwechsel weg von Microsoft ins Auge. Neben der Verwaltung eines Londoner Stadtbezirks gebe es entsprechende Planungen in zwei weiteren Städten des Landes, heißt es in Medienberichten.

Dabei scheinen es die Briten allerdings wesentlich eiliger zu haben als die Münchner. Jeweils rund 5000 Clients sollen bis Endes des Jahres migriert werden, weil zu diesem Zeitpunkt neue Lieferverträge geschlossen werden müssten.

Die in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudien sollen deshalb nicht nur eine grundsätzliche Entscheidungshilfe geben, sondern auch einen Zeitplan für einen eventuellen Wechsel skizzieren. In Großbritannien gibt es momentan nur sehr vereinzelt Beispiele von Open-Source-Software, die von der öffentlichen Verwaltung eingesetzt wird.

Während beispielsweise die baden-württembergische Stadt Schwäbisch-Hall bereits mit Linux als Client-Betriebssystem arbeitet, soll die Migration in München über mehrere Jahre gestreckt werden. Immerhin geht es dort um 14 000 PCs. Erst nach Abschluss weiterer Studien wird es zu einer Vergabe von Aufträgen kommen. Bisher haben IBM und der Linux-Distributor Suse Interesse angemeldet.