Kleinkrieg um Java verunsichert die Softwarewelt

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Teilerfolg für Microsoft

Der Streit zwischen Microsoft und Sun Microsystems um die Java-Unterstützung in den Betriebssystemen aus Redmond wird immer verworrener. Die beiden Unternehmen setzen entgegen aller Hoffnungen in der Industrie ihre Prozessscharmützel weiter fort.

Die jüngste Volte hat jetzt Microsoft geschlagen: Sein Update des Service Pack 1 für Windows XP liefert der Hersteller jetzt nur mit der Java Virtual Machine aus. Nur wenige Stunden vor dem Online-Release hatte ein amerikanisches Berufungsgericht einem Antrag Microsofts stattgegeben: Danach muss der Hersteller das Java Runtime Environment (JRE) von Sun erst 120 Tage nach Inkrafttreten einer einstweiligen Verfügung unterstützen, die Sun erwirkt hatte.

Sun äußerte sich zwar zufrieden zu der Entscheidung, verlangte dann aber, die Zwangsmaßnahme müsse schneller umgesetzt werden, weil Microsofts Dotnet-Plattform sonst Java an die Wand drücken könne. Microsoft hat nun angekündigt, JRE mit dem Service Pack 2 für Win XP auszuliefern – 90 Tage nach Inkrafttreten des Urteils.