“Einspruch stattgegeben”: Der Java – Krieg nimmt kein Ende

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Microsoft geht in die 2. Runde

Der Softwarekonzern Microsoft hat Berufung gegen den 120-Tage-Rechtsspruch eingelegt. Die Rechtsvertreter protestieren somit gegen eine einstweilige Verfügung, die, wie sie angaben, dem Unternehmen ernsthaft schaden würde. Die Anschuldigungen, dass ihr Mandant Suns Java-Software regelrecht sabotiert hätte, um deren Verbreitung als plattformübergreifende Programmiersprache zu verhindern, erklärten die Anwälte für abwegig und rein spekulativ. Es sei in keiner Weise belegt, dass die Entkopplung von Java und Windows dem Unternehmen Sun einen nicht mehr gutzumachenden Schaden zufüge.

Bei einem vorhergegangenem Gerichtsverfahren in Baltimore wurde Microsoft auferlegt, Java innerhalb von 120 Tagen wieder in sein Programm zu integrieren.

Die Anwälte fordern jetzt einen Stillstand der Java-Integrations-Auflage bis das Gericht eine Entscheidung getroffen hat. Microsoft hofft durch ein Berufungsverfahren den Beschluss von Richter J. Frederick Motz aufheben zu können.