Fujitsu springt ins Intel-Boot

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Allround-Supercomputer mit 128 Prozessoren versprochen

Das Open-Source-Fieber der New Yorker Linuxworld hat auch Intel und Fujitsu erfasst. Der fünftgrößte Serverhersteller will nun gemeinsam mit dem Prozessoren-Marktführer solche Großrechner entwickeln, die neben Microsoft-Betriebssystemen auch auf Linux ausgelegt sein werden. In den vergangenen Tagen standen vor allem IBM und Hewlett-Packard im Rampenlicht mit ihren Ankündigungen zur künftigen Linux-Strategie.

Intel wird damit in die oft totgesagte Mainframe-Liga aufsteigen. Zunächst sollen beim Markteintritt, der für Ende 2004 geplant ist, Xeon-Prozessoren zum Einsatz kommen. Später dann, voraussichtlich Ende 2005, werde die Itanium-Plattform zum Zuge kommen, die sich bis zum 128-Wege-System aufblasen lässt.

In diesen Sphären hatte bisher Intel nicht richtig viel mitzureden. Nun aber verabschiedet sich Fujitsu nach eigenen Angaben von Suns Sparc-Architektur, die bisher in Lizenz übernommen wurde.

Schließlich appellieren die beiden Hersteller auch noch an die weltweite Gemeinde der Linux-Entwickler, gemeinsam mit ihnen für die geplante Plattform ein Linux zu entwickeln, das den Anforderungen eines Mainframes gerecht werden kann.

Fujitsu hat für die Entwicklungsarbeit eigens 300 Spezialisten abgestellt, die die Konzepte ‘Grid Computing’, ‘autonome Systeme’ und ‘optische Interconnects’ mit einbringen sollen.

silicon meint: Was nun, Sun? Da geht Fujitsu einfach so von Bord und Scott McNealy hat keine Antwort parat. Fujitsu-Siemens hat ja schon längere Zeit auf Intel gesetzt, aber jetzt sehen Solaris und Sparc ziemlich alt aus. Für Intel ist es ein Prestigegewinn, keine Frage. Ob es nach dem ersten Intanium-Flop aber auch ein wirtschaftlicher Erfolg wird?