Linux-Glaubensbekenntnis von Big Blue

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Genauso wichtig wie einst Unix

Das Open-Source-Betriebssystem Linux wird in absehbarer Zeit den gleichen Stellenwert in der Unternehmens-IT erreichen wie Unix. Mit dieser Voraussage hat IBMs Senior Vice President Steve Mills auf der New Yorker Linux-World noch einmal die künftige Strategie von Big Blue in diesem Bereich erläutert.

Linux habe zwar noch erhebliche Defizite bei Skalierbarkeit, Redundanz und Stabilität. Damit aber, so Mills, sei es schon bald vorbei. Da IBM sich mit derzeit 250 Linux-Experten an der Entwicklung des Kernels 2.6 beteilige, sei er sicher, dass Linux auch bald dynamische Partitionierung und ein ausgefeilteres Workload-Management beherrschen könne.

Nachdem SGI in New York gerade erst mit dem Altix 3000 einen 64-Wege-Server auf Linux-Basis vorgestellt hat, äußert sich nun auch IBM-Manager Mills zuversichtlich, dass Server mit 16 und 32 CPUs schon bald keine Seltenheit mehr sein werden.

“Der Kernel 2.6 wird einen bedeutenden Schritt nach vorne vor allem bei Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit darstellen”, so Mills. “Linux wird aus der Unternehmens-IT nicht mehr wegzudenken sein. Wer anderes glaubt, ist einfach dumm, weil das OS schon tief in der Infrastruktur verankert ist. Linux ist nicht mehr zu stoppen.”