Sun und Microsoft einigen sich über Java

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Microsoft muss Java innerhalb von 120 Tagen integrieren

Nach zähen Verhandlungen haben sich Sun Microsystems und Microsoft über die Art und Weise geeinigt, wie Java in Windows integriert werden soll. Microsoft hat nun 120 Tage Zeit, die neueste Version von Java in sein Betriebssystem zu integrieren. Details der Einigung wollten Sprecher beider Unternehmen aber nicht vor Erlass der einstweiligen Verfügung bekannt geben. Diese Vereinbarung soll bis Verhandlungsabschluss in Kraft sein.

Sun hatte Ende letzten Jahres den Monopolisten verklagt, weil Microsoft eine veraltete Version von Java zusammen mit seinem Betriebssystem Windows XP anbot und unterstellte ihm die Absicht, durch diese Taktik die Verbreitung von Java als plattformübergreifende Programmiersprache zu torpedieren.

Richter J. Frederick Motz hatte aufgrund der Stichhaltigkeit von Suns Klage kurz vor Weihnachten eine einstweilige Verfügung erlassen, nach der Microsoft 120 Tage gewährt wurden, um Java in Windows zu integrieren. Microsofts Widerspruch wurde ebenso abgeschmettert wie der Antrag, die Frist von 120 Tagen auf ein Jahr zu verlängern. Der Richter hielt beide Parteien dazu an, die technischen Einzelheiten zu klären. Nachdem dies hiermit geschehen ist, wird die detaillierte Verfügung diese Woche erlassen.