Microsoft muss die Java-Kröte schlucken

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Sun vor Gericht schon wieder erfolgreich

Microsoft muss innerhalb von 120 Tagen wieder volle Java-Unterstützung in seinen ausgelieferten Betriebssystem-Produkten bieten. Mit dieser Auflage hat Bundesrichter Frederick Motz in Baltimore darauf reagiert, dass sich die Anwälte von Sun Microsystems und Microsoft nicht auf einen Kompromiss einigen konnten.

Kurz vor Weihnachten hatte Motz dem Antrag von Sun auf einstweilige Verfügung stattgegeben, da der eigentliche Prozess um die Java-Unterstützung voraussichtlich der Klage von Sun folgen werde. Microsoft aber wolle sich dann bis zu einem Jahr Zeit lassen, bis Java wieder in Windows integriert werde, beklagte sich Sun. Dann aber hätte die Technik schon schweren Schaden erlitten, so das Argument.

Sun wirft Microsoft vor, seine marktbeherrschende Stellung bei Desktop-Betriebssystemen dafür zu missbrauchen, die eigene Dotnet-Architektur zu protegieren. Java solle offensichtlich an die Wand gedrückt werden, vermuten die Anwälte von Sun. Die Frist von 120 Tagen läuft nun bereits seitdem die einstweilige Verfügung am 23. Dezember in Kraft getreten ist.