Montavista will mit Linux ins Wohnzimmer

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Wenn Ankündigungen doch noch für Aufsehen sorgen …

Montavista Software hat in den USA eine neue Version seines Betriebssystems vorgestellt, mit dem der Spezialist für Embedded Linux in den Markt für Consumer-Elektronik vordringen will. Damit ließen sich neben Karaoke-Anlagen beispielsweise auch High-end-Fernseher ausrüsten, heißt es.

Die Lösungen von Montavista sind bereits in Videorecordern von NEC und Sony im Einsatz. Auf der Consumer Electronics in Las Vegas zeigt der Hersteller aber auch Software, die Panasonic für ein Video-Handy verwendet. Absatzmarkt ist hier aber zunächst nur Japan.

Die Ankündigungen von Montavista stehen im krassen Gegensatz zur allgemeinen Katerstimmung bei den Embedded-Spezialisten, die sich auf Open Source verlassen. Mehrere Konkurrenten mussten bereits aufgeben und auch dem größten Linux-Distributor Red Hat ergeht es mit seinen Embedded-Bemühungen nicht viel besser.

Die Analysten sind dagegen schon überzeugt, dass der Markt bald schnell wachsen wird. Zum einen seinen viele Consumer-Elektronics-Hersteller weiterhin skeptisch gegenüber Lösungen von Microsoft, sie wollen lieber mehr Kontrolle über die eigene technische Entwicklung behalten. Zum anderen liegen die Lizenzkosten für Embedded Linux wesentlich niedriger als für proprietäre Produkte: Montavista berechnet nur die Entwicklerwerkzeuge, aber keine Stücklizenz für verkaufte Geräte.