HP holt sich Cluster-Management ins Boot

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Supercomputer bald bei Aldi?

Hewlett-Packard hat sich für den Marsch auf die Supercomputer-Bastionen einen neuen Partner dazugeholt. Unter der Kooperationsvereinbarung mit dem US-Anbieter Linux Networx würden beide Unternehmen jeweils die Technik des anderen verwenden, heißt es in einer Mitteilung.

Das Linux-Softwareunternehmen wird demnach HPs Itanium-2-Server beim Kunden einsetzen. Die große HP hofft im Gegenzug, von der “Clusterworx”-Lösung zu profitieren: Damit soll das Management von Clustern einfacher werden, insbesondere die parallele Installation von Software.

Außerdem kann die Prozessorleistung besser überwacht werden. Clusterworks übernimmt aber auch automatische Sicherungsaufgaben und schaltet einzelne Rechner im Cluster ab, falls beispielsweise ein Lüfter ausfallen sollte. HP verspricht sich vom Einsatz des Cluster-Managements vor allem deutlich niedrigere Kosten für Cluster, die an Supercomputer heranreichen.

Linux Networx kann bereits auf eine ansehnliche Kundenliste verweisen, was die Entscheidung bei HP leicht gemacht haben dürfte: Das Softwarehaus arbeitet für die amerikanischen Entwicklungslabore Los Alamos und Lawrence Livermore, die sich vor allem mit Nukleartests beschäftigen. Die Lösungen werden außerdem auf Großrechenanlagen eingesetzt, die für die Genomforschung und die Luftfahrt-Entwicklung bei Boeing eingesetzt werden.