Microsoft wirft Palladium-Köder aus

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Mehr Sicherheit – und alles überschaubar?

Microsoft hat die Comdex in Las Vegas als Bühne für neue Details zu Palladium genutzt. Der Softwareriese will das Projekt als Bestandteil seiner Initiative für “vertrauensvolles Computing” verstanden wissen. Fest steht jetzt, dass Palladium Bestandteil zukünftiger Windows-Versionen sein soll – wann genau, will Microsoft aber nicht sagen.

Peter Briddle, in Redmond zuständig für Palladium, kündigte unter anderem an, dass Spyware durch die Sicherheitstechnik in Zukunft keine Bedrohung mehr darstellen soll. Keylogger, also Schnüffel-Programme, die Tastatureingaben weitergeben können, soll es dann einfach nicht mehr geben.

Außerdem werde Palladium aus mehreren kleinen Applikationen bestehen, die es dem Anwender erlauben sollen, persönliche und sensible Daten sauber vom restlichen Datenwust zu trennen, so Briddle. Die Applikations-Bausteine würden dann gemeinsam die “Plattform Palladium” bilden.

Klingt gut, möchte der Anwender meinen. Allerdings ist noch völlig unklar, wie der Palladium-Bestandteil des Betriebssystems beispielsweise innerhalb der Unternehmens-IT zu managen sein soll. Neue Hardware ist für Palladium auf jeden Fall nötig, kündigt Microsoft an. Denn CPU und Grafikverarbeitung müssten angepasst werden. Dazu laufe bereits eine Kooperation mit dem Prozessorhersteller Intel.