IBM vereinfacht mobile Anwendungen

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Statt vieler Schnittstellen gibt es nur noch eine

Am liebsten möchten Manager und Außendienstler jederzeit, überall und mit jedem mobilen Endgerät Unternehmensdaten abrufen können. Doch das scheitert. Die technische Infrastruktur ist viel zu kompliziert – es sei denn, so IBM, das Unternehmen setzt das Produkt Websphere Everyplace Access ein. Dabei handelt es sich um ein Portal beziehungsweise einen Layer aus Konnektoren, der nahezu jedes Endgerät mit einer Applikation verbinden kann.

Wie das englische Marktforschungsunternehmen Ovum ermittelt hat, werden bis zum Jahr 2003 knapp 140 Millionen Arbeitnehmer außerhalb der traditionellen Büroumgebung arbeiten. Darin steckt offenbar ein großes Einsparpotential. Die Unternehmensberatung Deloitte Consulting schätzt, das Unternehmen durch mobile Lösungen rund 25 Prozent ihrer Kosten senken können.

Beispielsweise stattete kürzlich die Elektrizitätswerk Wesertal GmbH ihren technischen Außendienst mit mobilen Endgeräten aus. Damit stellte sie eine drahtlose Verbindung zum unternehmenseigenen SAP-System her. Wartungs- und Reparaturarbeiten beim Kunden lassen sich seither schneller erledigen.

Solange die Verbindung von nur einem Typ Endgerät über nur eine Art Funkverbindung mit einer Applikation verbunden werden muss, gestalten sich die Wireless-Lösungen unkompliziert und effektiv. Doch alleine die Zahl benutzter Handys und Handhelds nehmen für die Unternehmen unüberschaubare Dimensionen an. Denn häufig gelangen diese Endgeräte über die private Beschaffung in die Betriebe. Außerdem nimmt auch die Zahl der Protokolle zu: Hotspot-Lösungen, Wireless-Lan, GPRS, UMTS fordern ihren Platz.

“Das eigentliche Problem aber sind die Punkt-zu-Punkt-Verbindungen”, erläutert Wolfgang Karbstein, Sales Manager für Sprachsysteme und Mobile Computing. Denn wollten etwa die Mitarbeiter des Energieversorgers auf das Billigsystem oder persönliche Mails und Faxe zugreifen, müssten diese Anforderungen erst codiert werden.

Abhilfe schafft da nur eine Abstraktionsschicht, die geradezu als transparente Vermittlungsstelle fungiert. Websphere Everyplace Access soll diese Funktion erfüllen. Unter anderem enthält die Software eine Möglichkeit des Synchronisierens.

Darin integriert sind die bereits bekannten Funktionen von Domino Everyplace. Das bedeutet die Synchronisation erfolgt für den Domino-Server, für die E-Mails und sonstige persönliche Informations-Tools. Darüber hinaus kann sich der Abgleich auf das Datenbank-System DB2 erstrecken, auf die Messaging-Software MQ und den Portal-Server von IBM.

Zu den sonstigen Features gehört die Verwaltung von Transaktionen, Devices, Sicherheitsfunktionen sowie Verschlüsselung und Anwenderanmeldung. Schließlich gibt es das Wireless Roaming. Dieses ermöglicht, die Sprach und Datenkommunikation fortzusetzen, selbst wenn das mobile Gerät das Netz wechselt. Jemand, der zunächst etwa über ein Wireless LAN seine Mails abfragt und dann auf die Straße tritt und dann das öffentliche GPRS-Netz nutzt kann eine die Übertragung nahezu unterbrechungsfrei fortführen.