Handy-Software: Nokia hat die Nase vorn

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Technik-Kampf und Preis-Krampf dünnen die Reihen der Anbieter aus

Im Wettbewerb um den durchsetzungsfähigsten Softwarestandard für Handys und Handhelds scheint der finnische Anbieter Nokia immer noch vor Microsoft zu liegen. Vor allem an den Verkaufszahlen der Handys mit eingebauter Kamera, die die raffiniertesten Anwendungen benötigen, wollen Branchenkenner den Vorsprung ablesen.

Hier liegen die Finnen mit 620 000 ausgelieferten Exemplaren in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (Emea) nach einer Meldung des Wall Street Journal klar in Führung. Die mit eigener Software ausgestatteten Geräte reklamieren demnach 57 Prozent des Emea-Marktes für sich. Im Jahr zuvor waren es erst 33 Prozent. Als Zukunftstechnik im vielgepriesenen Mobilfunkmarkt kommt den Handys immer noch eine tragende Rolle zu.

Wie wichtig und zukunftsträchtig gerade die kamerabestückten Geräte sind, zeigt auch ein Blick nach Japan, das sich wieder ein Stück weit als Insel der Trendsetter zu etablieren scheint. So hat die Nachfrage und die Technikbegeisterung zahlungskräftiger Endkunden den TK-Giganten NTT Docomo veranlasst, das inzwischen vierte Modell eines kamerabestückten Mobiltelefons auf den Markt zu bringen. Das kreditkartengroße, faltbare Gerät baut der Hardwarehersteller NEC auf OEM-Basis. Es soll ab Samstag in den Geschäften auf Käufer warten.