Der PDA verrät viel – auch über Kriminelle

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Datensicherheit mal aus einem ganz anderen Blickwinkel

Die Polizei im kalifornischen San Jose hat vor kurzem einen Betrügerring ausgehoben und sich dabei erstmals auf Datenmaterial auf einem Taschencomputer, einem Personal Digital Assistant (PDA), gestützt. Die ständig wachsende Verbreitung der Geräte dürfte in absehbarer Zeit dazu führen, dass die Datenbestände der digitalen Notizbücher auch vor Gericht verwertet werden können.

Auf dem Sony Clié des mutmaßlichen Bandenführers fanden die Ermittler die persönlichen Daten von mehr als 20 Opfern, samt Sozialversicherungs-, Konto- und Kreditkartennummern. Abgelegte Mails gaben außerdem Auskunft über bereits erfolgte Abbuchungen von verschiedenen Konten, sowie Notizen zur Beschaffung von gefälschten Schecks.

Die eingebaute Digitalkamera des Sony Clié wurde sogar dazu benutzt, Fotos der beteiligten Kompagnons zu schießen. Der Festgenommene konnte schließlich kaum bestreiten, dass der PDA ihm gehörte. Die Telefonnummern seiner Eltern waren unter den Namen “Mom” und Dad” abgespeichert.