British Telecom bandelt wieder mit Mobilfunk an

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Festnetzkunden im Visier

Der britische TK-Konzern BT Group steigt erneut ins Mobilfunkgeschäft ein. Allerdings will der Carrier kein eigenes Netz betreiben, sondern das seiner ehemaligen Tochter mmO2 in Großbritannien nutzen.

Das Angebot unter dem Namen Mobile Sense soll sich durch günstigere Konditionen bei einer gleichzeitig starken Reglementierung von der Schar der Konkurrenten absetzen. So wird der Vertrieb ausschließlich online abgewickelt, die Vertragslaufzeiten sind für Großbritannien ungewöhnlich lang und die Kunden müssen sich im vorhinein auf ein Kontingent von Diensten festlegen. Wird dies dann überschritten, werden höhere Tarife berechnet.

BT hofft gleichzeitig, die Bindung an landesweit 22 Millionen Festnetzkunden als größten Vorteil ausspielen zu können: Mobilfunk- und Festnetzvertrag sollen im Paket vertrieben werden.

Damit sind jetzt acht Mobilfunkanbieter in vier Netzen auf dem britischen Markt aktiv: Die deutsche T-Mobile (zuvor One2One) hat seit längerer Zeit Virgin Mobile huckepack genommen, das Vodafone-Netz wird zusätzlich von One Tel genutzt und NTL funkt in Partnerschaft mit Orange. Die Offensive der BT Group dürfte die Diskussion um das Geschäftsmodell netzunabhängiger Anbieter erneut beleben.