Docomo-Chef steht zu Investitionen in europäisches UMTS

EnterpriseMobile

Die Frage bleibt: Wer braucht den neuen Standard?

Nachdem einige Großunternehmen sich aus Geschäften mit dem künftigen Mobilfunkstandard UMTS zurückgezogen haben, kommt die jüngste Aussage des neuen Europachefs von NTT Docomo, Kunihiko Adachi, der Branche gerade recht. Der Manager des größten japanischen Mobilfunkkonzerns nach Kundenzahlen und Umsatz steht zu den Investitionen und Plänen in Europa.

Sogar von einer höheren Investition in das britische Jointventure-Vorhaben Hutchison 3G war gegenüber Reuters die Rede. Adachi sagte zwar, er könne den Rückzug des neben Hutchison Dritten im Bunde der Investoren, KPN, verstehen. “Aber wir werden Hutchison 3G weiterhin mit aller Kraft unterstützen”, sagt er.

Der Rückzug von KPN aus dem finanzintensiven UMTS-Aufbauunternehmen war letzten Monat wenig überraschend gekommen. Geldknappheit und schlechte Auftragslage hatten die Niederländer zu diesem Schritt bewogen. Docomo allerdings will trotz der “Schwierigkeiten, die der europäische Markt derzeit mit sich bringt”, nicht auf den Fuß in der Tür für den lukrativen britischen Mobilfunkmarkt verzichten.