Handymarkt: Nokia gewinnt Marktanteile, Siemens verliert

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Die Finnen bekommen das weitaus größte Stück vom Kuchen

Der Telefonanbieter Nokia kann den Abstand zu seinen Wettbewerbern ausbauen. Das US-Marktforschungsinstitut Strategy Analytics hat errechnet, dass der finnische Konzern alleine im zweiten Quartal 2002 weltweit rund 96,7 Millionen Handys ausgeliefert hat.

Der Marktanalyse zufolge konnte Nokia seine Spitzenposition ausbauen und beherrscht jetzt 37,2 Prozent des Weltmarkts. Im Vorjahr lag der Anteil am Umsatzkuchen noch bei 35,4 Prozent. Für die Finnen bleibt allerdings ein schlechter Nachgeschmack, denn sie hatten sich eigentlich vorgenommen 40 Prozent des weltweiten Geschäfts mit Mobiltelefonen zu erreichen.

Doch im Vergleich zu den Konkurrenten ist der Vorsprung beachtlich. Der US-Konzern Motorola rangiert mit einem Marktanteil von 17,3 Prozent auf Platz zwei. Im Vorjahreszeitraum betrug der Anteil noch 15,6 Prozent.

Samsung aus Korea findet sich auf der Liste von Strategy Partners auf Rang drei – mit einem Prozentsatz von 9,8 Prozent. Damit ist die Marktpräsenz leicht verblasst. Im zweiten Quartal 2001 konnte das Unternehmen noch 10,4 Prozent Marktanteile ausweisen.

Auch Siemens und Sony Ericsson mussten Anteile abgeben. Im vergangenen Jahr konnte Siemens im zweiten Quartal mit seinen Handys noch 9,1 Prozent des Marktes für sich reklamieren, in diesem Jahr sind es nur noch 8,5 Prozent. Die Schweden verloren 1,2 Prozent und haben nun noch einen Marktanteil von 5,2 Prozent.

Die weiteren Aussichten beurteilen die Handy-Produzenten allesamt eher grau als rosig. Doch die Analysten von Strategy Partners und etwa der Gartner Group teilen den Pessimismus nicht.

Während zum Beispiel Nokia davon ausgeht, dass die Industrie in diesem Jahr rund 400 Millionen Handys verkaufen wird, gehen die Marktforscher nach wie vor davon aus, dass es rund 420 Millionen sein werden. Nach ihrer Interpretation reden die Hersteller den Markt absichtlich schlecht, um sich selbst besser darzustellen.

Allerdings bleiben Samsung, Siemens und Ericsson ohnehin außen vor. Denn im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2002 haben alle drei Anbieter im zweiten Quartal Marktanteile verloren.