Location Based Services? – keiner kennt die Killer-Applikation

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Anschauungsbeispiele gefordert

Bislang zeigen die Verbraucher in Deutschland äußerst wenig Interesse an ortabhängigen Mobilfunk-Diensten, den Location Based Services (LBS). Das liegt nach Interpretation der Fachzeitschrift Absatzwirtschaft an der zu abstrakten Aufklärung darüber, was diese Technik kann und bietet.

Nur rund 40 Prozent der Internet-Nutzer können sich nach abstrakten Informationen vorstellen, standortgebundene Dienste zu nutzen. Ein Drittel behauptet jedoch, es würde die Services nicht nutzen, wenn sie angeboten würden. Aber ein Drittel weiß auch dann noch nicht recht, worum es eigentlich geht.

LBS verwenden die verfügbaren Informationen über den Standort des Benutzers und liefern so nur die Angaben die im Moment relevant sein könnten. Vor allem in dicht besiedelten Gebieten mit vielen Basisstationen sind die vom Mobilfunkbetreiber gelieferten Koordinaten schon recht genau. Der Handy-Nutzer, der etwa ein Hotel, ein Restaurant oder eine Tankstelle sucht, kann dann über entsprechende Adressen in seiner Nähe informiert werden.

Erhalten die Nutzer statt abstrakter Informationen ein konkretes Beispiel für LBS-Anwendungen, dann ändert sich die Einstellung dazu sehr schnell. Dann wollen nahezu 80 Prozent solche Services nutzen. Das ergab eine von der Zeitschrift in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage im August.

Zu den Favoriten gehören mit einer Nennung von 49 Prozent Stadtpläne. 32 Prozent stehen auf in der Nähe liegende Geschäfte mit Sonderangeboten und 31 Prozent fänden Informationen über die nächstgelegene Notdienst-Apotheke gut. Auf der Hitliste befinden sich zudem der nächstgelegene Geldautomat, die am besten erreichbare Tankstelle und detaillierte Auskünfte über Restaurants.