Mobilcom-Schmid prophezeit das Ende

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UMTS-Berater werden nach Hause geschickt

Der frühere Mobilcom-Chef Gerhard Schmid sieht den Firmenstandort Büdelsdorf mit seinen 2000 Mitarbeitern in Gefahr. “Es wird eng”, sagte Schmid der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung.

“Das Unternehmen steht praktisch still, es wird Kurzarbeit vorbereitet.” Der abberufene Firmengründer und Großaktionär erklärte, er glaube, dass Mobilcom mit der France-Télécom-Tochter Hutchison in Münster fusionieren werde und damit Standorte geschlossen werden.

Unterdessen versucht Schmids Nachfolger, der frühere Finanzchef Thorsten Grenz, die Kosten in den Griff zu bekommen. Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge wurden zum Monatsende die Verträge mit rund 300 externen Beratern für den UMTS-Aufbau gekündigt. Bis zu 40 Millionen Euro sollen so monatlich eingespart werden. Die Aufgaben würden nun von den festen Mitarbeitern übernommen, heißt es.

Das Blatt zitiert weiterhin Unternehmenskreise mit der Aussage, Mobilcom habe seinen Quartalsverlust von 21,5 auf nun rund 70 Millionen Euro ausgeweitet. Die Bekanntgabe der Halbjahreszahlen wurde verschoben, ohne dass ein neuer Termin bekannt gegeben wurde. France Télécom sichert den laufenden Betrieb derzeit mit regelmäßigen Finanzspritzen.