Mobilcom-Gründer rebelliert weiter gegen France Télécom

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Klage gegen Behörde angedroht

Der ehemalige Vorstandschef des TK-Unternehmens Mobilcom, Gerhard Schmid, gibt den Kampf mit dem Großaktionär France Télécom (FT) nicht auf. Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BAFin) am Montag bestätigte, hat Schmid in der vergangenen Woche Einspruch gegen die Behördenentscheidung eingelegt, wonach die Franzosen den Kleinaktionären kein Übernahmeangebot machen müssen. Das drückt den Preis für Schmids Anteile, die FT aufkaufen wird.

Schmid will notfalls gerichtlich gegen die Entscheidung vorgehen, sollte die Behörde seinen Widerspruch ablehnen. “Die für ein Pflichtangebot erforderlichen Voraussetzungen liegen nicht vor”, begründete die BAFin ihre Entscheidung. Schmid argumentiert dagegen, FT habe die Kontrolle über das Unternehmen faktisch übernommen, als er als Vorstandschef entmachtet wurde.

Offiziell hält FT 28,5 Prozent an Mobilcom. Ab 30 Prozent der Stimmrechte müsste ein Pflichtangebot unterbreitet werden. Schmid hält gemeinsam mit seiner Frau 50 Prozent der Anteile. Bei einem Übernahmeangebot rechnet Schmid mit 14,50 Euro je Aktie. Der Börsenkurs liegt derzeit bei nur 4,84 Euro. Nach dem Übernahmegesetz muss ein Angebot dem Durchschnittkurs der vergangenen drei Monate vor der Übernahme entsprechen.