T-Mobile klotzt mit WLAN in Amerika

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Warten auf das Entwicklungs-Wundermittel WiFi

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA ist drauf und dran, den amerikanischen WiFi-Markt nicht nur als erster zu besetzen, sondern auch zum dominierenden Anbieter dort zu werden. Auch in den Entwicklungsländern wird intensiv über die Möglichkeiten des drahtlosen Netzzugangs nachgedacht.

T-Mobile hat gerade eine Kooperation mit dem weltweit größten PC-Hersteller Dell abgeschlossen. Kunden, die einen Rechner erwerben, können dabei auch gleich einen Vertrag mit T-Mobile USA abschließen, um mit ihrem Laptop Wireless-LAN-Verbindungen nutzen zu können. Inzwischen hat T-Mobile USA nach eigenen Angaben USA-weit 2600 Hotspots in Betrieb, nicht nur bei der Kaffeehaus-Kette Starbucks, sondern auch auf Flughäfen, in Buch- und Musikgeschäften sowie einer großen Kopierladen-Kette.

Gleichzeitig begrüßte UN-Generalsekretär Kofi Annan die rasante Entwicklung von WiFi. Damit bekämen auch unterentwickelte Regionen die Möglichkeit, ohne allzu große Investitionen viele Menschen gleichzeitig mit einem Zugang zum Web zu versorgen. “Dort wo gar keine Infrastruktur existiert, ist WiFi das probate Mittel für einen großen Sprung hin zum Standard der Industrienationen”, so Annan.

Der zuständige Direktor für Informations- und Kommunikationstechnik bei der Weltbank, Mohsen Khalil, warnte gleichzeitig vor überzogenen Erwartungen. Zum einen seien die Investitionskosten auch für eine WLAN-Infrastruktur nicht zu vernachlässigen. Zum anderen drohe die Gefahr, dass Aufsichtsbehörden in den Ländern das Frequenzspektrum, das von WiFi genutzt wird, doch mit Lizenzgebühren belegen könnten. Und schließlich sei noch unklar, wie Geschäftsmodelle in unterentwickelten Regionen aussehen müssen, mit denen Hotspots dauerhaft betrieben werden könnten, so Khalil weiter.