Intel präsentiert mobilen Linux-Server für die Westentasche

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Jetzt auch Rechenleistung für Anwendungen unterwegs

Intel hat in New York den Prototyp eines Servers vorgestellt, der zwar so klein wie ein Kartenspiel ist, aber trotzdem so viel Rechenleistung mitbringen soll, um auch größere Anwendungen unterwegs parat zu haben. Während die Anwender bisher abgespeckte Applikationen verlangt hätten, um diese auch außerhalb des eigenen Unternehmens über das Netzwerk aufrufen zu können, könnten auch mächtige Anwendungen mit einem ‘Personal Server’ unterwegs benutzt werden, so Vish Deshmane, bei Intel verantwortlich für Enterprise Solutions.

Obwohl das Gerät noch in der Entwicklungsphase steckt, hat sich Intel bereits auf eine drahtlose Verwendung festgelegt. So soll der Server Anwendungen für PCs und PDAs, aber auch für andere mobile Technik und Mobilfunkgeräte liefern können.

Die X-Scale-Prozessorarchitektur soll zum Einsatz kommen, die auf den mobilen Einsatz abgestimmt ist – nicht zuletzt durch den niedrigen Energieverbrauch und die Möglichkeit, mit einer Betriebsspannung von 1,3 Volt zu arbeiten. Die CPU wird dabei meist mit 400 MHz getaktet. Intel setzt X-Scale seit rund drei Jahren ein. Festgelegt hat sich Intel auch schon auf das Betriebssystem: Linux soll die gewünschte Performance bieten.

Ein solcher Westentaschenserver würde also sicher nicht als Datenspeicher benutzt werden, sondern tatsächlich für die Bereitstellung von Datenbanken oder Applikationen. Man sei noch auf der Suche nach weiteren geeigneten Einsatzgebieten, gesteht Intels Deshmane offen ein. Beispielsweise sei man noch auf der Suche nach einem Hersteller, der die Abmessungen des geplanten Servers noch etwas eindampfen kann.