Vodafone treibt neue Management-Äste aus

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Bämchen-Wechsel-Dich, Stühlchen-Rücken bei den Executives

Während andere Management-Strukturen abbauen, baut der britische TK-Konzern Vodafone welche auf. Die neuen Abteilungen für Group Marketing und Group Technology & Business Integration sollen aber mitnichten einen Wasserkopf bilden, sondern die Wege im Unternehmen kürzer und die Arbeit somit effizienter machen. Die Hoffnung auf Kosteneinsparungen in nicht genannter Höhe ist auch damit verbunden.

CEO Christopher Gent bewertet die Veränderungen, die am 1. Juli in Kraft treten werden, als notwendigen zweiten Schritt nach der Etablierung der Marke. So sei die Integration der Geschäftsprozesse zusammen mit einem stärkeren Kundenfokus und der effektiven Präsenz in möglichst vielen Märkten als künftiger Wettbewerbsvorteil zu sehen, der die Umstrukturierung voraussetze.

Wie das Unternehmen heute bekannt gab, sollen Umschichtungen im Regionalbereich ebenfalls künftig Zeit sparen. Der bisherige CEO von Vodafone Nordeuropa und MEA, Peter Bamford, soll sich als neuer Chef der Group Marketing direkt vor Julian Horn-Smith verantworten.

Ebenfalls dem Chief Operating Officer von Vodafone unterstellt arbeitet Thomas Geitner, der ehemalige CEO von Global Products and Services, jetzt als CTO und Chef der Group Technology & Business Integration für standardisierte Geschäftsprozesse, IT und Netzwerkaktivitäten. Geitner soll aber die Arcor-Geschäfte in Deutschland weiter in Händen halten.

Ferner soll die neu geschaffene Marktregion Nordeuropa nunmehr die Staaten Niederlande, Deutschland, Frankreich, Belgien, Schweden, Ungarn, Polen und die Schweiz umfassen und von Düsseldorf aus durch Jürgen von Kuczkowsky gelenkt werden. Für Südeuropa, den Nahen Osten und Afrika ist nunmehr Vittorio Colao verantwortlich.