Handspring probt die Treo-Revolution

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Individuell nach den Wünschen … der Carrier

Mit seinem für den Herbst angekündigten Smartphone Treo 600 geht der PDA-Spezialist Handspring völlig neue Wege in der Produktentwicklung und in der Ausrichtung seiner Lösungen. Im Gegensatz zu bisherigen Taschencomputern und Mobilfunk-Endgeräten ist der zweite Treo nicht auf Basis von Kundenwünschen entstanden sondern richtet sich vor allem nach den Anforderungen der Netzbetreiber.

Nach eigenen Angaben liefert Handspring den Carriern Sprint und Orange zunächst eine Roh-Plattform, die dann auf das Netz und die geplanten Dienste ausgerichtet wird. So können die Betreiber eigens Software-Pakete für die Geräte bestellen, die sie an ihre Kunden ausgeben wollen. Auf dieses Carrier-Modell sei die gesamte Produktion jetzt fokussiert, heißt es bei Handspring.

Dadurch hofft der US-Hersteller, der voraussichtlich im Juli vom Konkurrenten Palm übernommen wird, deutlich höhere Stückzahlen seiner Geräte absetzen zu können. Dazu soll auch beitragen, dass der PDA mit integriertem Mobilfunkanschluss wieder mehr einem Handy ähnelt, was nach Handspring-Erkenntnissen den Kundenwünschen außerhalb der USA entgegenkommt.

Der Treo-Nachfolger soll über eine VGA-Kamera verfügen, die ihre Aufnahmen auch über ein Farb-Display mit 160 mal 160 Bildpunkten ausgeben kann. Vorgesehen ist außerdem ein Steckplatz für Secure-Digital-Speichermedien. Als Betriebssystem kommt das Palm OS in seiner Version 5.2 zum Einsatz.