Mobilfunker müssen sich zum Irak-Start sputen

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Amerikaner machen Dampf

Beim Aufbau eines Mobilfunknetzes im Irak soll nun doch alles schneller gehen als bisher geplant. Die US-Verwaltung des kriegszerstörten Landes will noch in dieser Woche die auf zwei Jahre befristete Lizenz für den kommerziellen Betrieb eines GSM-Netzes vergeben. Die Ausrüster Alcatel und Ericsson beispielsweise hatten mit einem sehr viel weiteren Zeitrahmen gerechnet, berichtet die Financial Times Deutschland.

Der Kontrakt, der auf ein Volumen von 100 Millionen Dollar taxiert wird, soll nun ausgeschrieben werden. Während bei den Netzbetreibern die deutsche T-Mobile bereits abgewunken hat, ist neben dem Weltmarktführer Vodafone beispielsweise auch die ägyptische Orascom stark daran interessiert, den völlig unerschlossenen Markt von 26 Millionen Menschen zu erobern.

Nachdem Ausrüster wie Motorola, Alcatel, Ericsson, Lucent oder Siemens versichern, sie könnten ein tragfähiges Mobilfunknetz in den Ballungsräumen des Irak innerhalb weniger Monate aufbauen, scheint der Wiederaufbau des Festnetzes ins Hinertreffen zu geraten. Dafür werden immerhin 4 Milliarden Dollar veranschlagt.

Politiker in den USA hatten vereinzelt gefordert, nicht ein GSM-Netz aufzubauen, für das es vor allem europäische Ausrüster gibt, sondern ein CDMA-Netz, womit das US-Unternehmen Qualcomm ins Rennen gekommen wäre. Allerdings verwenden die meisten Länder der Region, Ägypten, Libanon, Bahrein, Quatar oder Kuweit, ebenfalls GSM.