Technikfrage macht mobiles Arbeiten oft unmöglich

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Wunsch der Europäer gegen Wirklichkeit in den Büros

In Fabrikhallen, auf Golfplätzen und Baustellen soll der mobile Angestellte künftig drahtlos und “always connected” arbeiten können, gaukelt uns die Werbung vor – allerdings scheitert dies meist noch an der Technik. Obgleich viele Europäer gerne die flexibleren und mobilen Arbeitsmethoden dauerhaft nutzen würden, um fern von Büroetagen ihr Soll zu erfüllen, bieten erst wenige Arbeitgeber solche Technik an.

Und zwar wegen zu teuren oder zu komplexen Lösungen in diesem Bereich oder wegen simpler Unkenntnis. Das besagt auch eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Taylor Nelson Soffres aus Großbritannien, die im Auftrag des Netzwerkausrüsters Avaya durchgeführt wurde.

Demnach sind 61 Prozent der europäischen Angestellten seitens der jeweiligen Firma nicht einmal mit einem Handy, geschweige denn mit mobilen Endgeräten wie Laptops und PDAs für die externe Arbeit ausgestattet. Ein gewisser Prozentsatz von ihnen, diesen Schluss ziehen die Marktforscher auch, wisse allerdings nichts von solchen Angeboten oder habe sich noch nicht danach erkundigt. Gewohnheit führen die Studienautoren als häufigsten Grund dafür an.

Dabei ergab erst kürzlich eine Untersuchung der Social Market Foundation, die als Think Tank verschiedene wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte untersucht, das die zweitliebste Arbeitsstätte des modernen Europäers ein Teleworking-Platz zuhause sei. Und um nahezu 30 Prozent lasse sich durch solche Methoden die Produktivität eines Unternehmens steigern.

Da steht für Patrick Lelorieux, EMEA-President bei Avaya nur noch an, die Ärmel hochzukrempeln und sichere Zugangstechnik an den Entscheider zu bringen. An die Adresse künftiger Kunden gerichtet sagte er: “Wenn man die begrenzten Mittel und die geringe Unterstützung bedenkt, die Angestellte von ihren Chefs erfahren, so kann man sich unschwer die positiven Auswirkungen vorstellen: rasche Produktivitätssteigerung durch einen einfach nutzbaren, sicheren Zugang zur benötigten Information.”