Smartphones auf der Überholspur: Handhelds erstmals getoppt

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Analyst warnt vor zu einfachen Antworten der Hersteller

Im laufenden Jahr wird die Zahl der verkauften Smartphones zum ersten Mal die der Handheld-Computer übersteigen. Diesen Schluss ziehen zumindest die Analysten der Marktforschungsgruppe Canalys aus ihren aktuellen Zahlen.

Allein in Europa sollen es rund 3,3 Millionen Smartphones werden – und nur noch 2,8 Millionen PDAs, heißt es in dem Report. Noch im vergangenen Jahr lagen die Verhältnisse mit 300 000 Smartphones zu 2,3 Millionen Handhelds ganz anders.

Hauptverantwortlich für den Aufschwung seien derzeit fast ausschließlich private Nutzer. Bis sich das Smartphone auch in der Geschäftswelt durchsetzte, werde es wegen noch fehlender Anwendungen noch zwölf bis 18 Monate dauern.

Laut dem Report geben die Smartphones immer bessere Organizer ab. Das Nokia-Smartphone 7650 beispielsweise sei zwar meistens noch wegen der eingebauten Digitalkamera gekauft worden, aber bei Geräten wie dem Sony Ericsson P800 realisierten die Kunden bereits, dass Vorteile wie eine Organizer-Funktion überwiegen, meint Analyst Andy Buss.

Canalys sagt aber auch dem Handheld-Markt in den kommenden Jahren gute Wachstumschancen voraus. Auch in Zukunft werde es Konsumenten geben, die nicht auf vorteilhafte Charakteristika der Handhelds wie beispielsweise einen größeren Bildschirm verzichten wollen.

Als notwendige Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg sieht Buss jedoch den Ausbau der Bluetooth-Fähigkeit und nicht eine zusätzliche SIM-Karte. Er warnt die Anbieter sogar davor, einfach mit Funk-Handhelds auf die Smartphone-Konkurrenz zu antworten. “Solche Geräte geben ärmliche Telefone ab. Sie sind zu unhandlich und zu teuer”, sagt der Analyst.