Mobilcom-Schmid erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundesregierung

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Zimperlich war der Büdelsdorfer selbst freilich nie …

Der Mobilfunkdienstleister Mobilcom kommt nicht zur Ruhe. Firmengründer und Ex-Vorstandschef Gerhard Schmid hat dem jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Vogel vorgeworfen, er vertrete allein die Interessen der Bundesregierung.

Das sei für Mobilcom und seine 5000 Beschäftigten besonders schlecht, weil der Bund schließlich noch immer Großaktionär beim Konkurrenten Deutsche Telekom ist, so Schmid in einem Interview des Nachrichtensenders n-tv. Ziel Vogels sei es, Mobilcom zur Aufgabe seiner UMTS-Lizenz zu bewegen, um damit “einen Wettbewerber der Telekom im Netzbetreibergeschäft still und heimlich zu entsorgen”, so Schmid.

Der geschasste Manager hatte in der vergangenen Woche ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Mit seinem Aktienanteil von 37 Prozent an Mobilcom bürgt Schmid für mehrere Millionenkredite bei den Banken. Dieses Aktienvermögen ist in den vergangenen Wochen allerdings noch weiter zusammengeschmolzen.