IBM proklamiert offene Standards für drahtlose Infrastruktur

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Das Netz ist nicht der Computer, sondern egal

IBM will den Mobilfunkmarkt mit einer neuen Infrastruktur anschieben. Auf der GSM World Konferenz, die derzeit in Cannes stattfindet, kündigte IBM weitere Bausteine der noch nicht ganz kompletten Architektur “Wireless Enterprise Delivery” an.

Diese Hardware-Lösungsfamilie soll neuesten Plänen zufolge offene Standards unterstützen. Dies soll den Einbau und Betrieb mobiler Geschäftslösungen erleichtern und – hier wird es vor allem für Serviceprovider interessant – die Kosten deutlich reduzieren, egal, welche Netztechnik gerade verwendet wird.

Rod Adkins, General Manager der IBM-Abteilung Pervasive Computing, führt aus: “Historisch gesehen war die Standardisierung an sich einer der Haupttriebfedern nahezu jedes Bereichs.” Seiner Ansicht nach geht die Industrie für drahtlose Dienste einen ähnlichen Weg. IBM unterstütze die so steigende Nachfrage durch die Plattformprodukte und gebe den Kunden durch die Offenheit der Standards die Möglichkeit, Netze und Zugangstechnik frei zu wählen.

Die Produktpalette, die heute vorgestellt wurde, umfasst nach Unternehmensangaben Hardware-Komponenten, die Web-Sphere Infrastruktursoftware und in Zusammenarbeit mit Firmen wie Nokia, Sony Ericsson und Alcatel eine Reihe von unterstützenden Techniken für Content-Übermittlung und Security.

Vor allem von der Serviceprovider-Lösung “Service Provider Delivery Environment” versprechen sich die Hersteller Gewinne. Die Betreiber von mobilen wie auch von drahtgebundenen Netzwerken sollen damit schneller und einfacher neue Dienste implementieren können. Das, so hoffen IBM und Partner, sei das einzig überzeugende Argument, das Provider zum Investieren bewegen könne.