Erstes UMTS-Handy von Sony Ericsson gesichtet

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Analysten rümpfen die Nase

Schneller als erwartet präsentiert Sony Ericsson, Rivale des Branchenprimus bei Mobiltelefonen Nokia, nun auch sein erstes UMTS-Handy. Bislang zogen die Unternehmen viel Spott auf sich, da die Endgeräte einerseits noch gar nicht da und andererseits zu groß, zu energiefressend und zu hitzig sind. Sony Ericsson verspricht da auf dem 3GSM World Congress in Cannes Abhilfe. Ausgerüstet als Dual-Mode-Mobiltelefon soll das Z1010 in UMTS- und GSM/GPRS-Netzen arbeiten.

Außerdem sei es für Videokonferenzen und Videoanwendungen ausgerüstet und besitze zwei eingebaute Kameras, zwei Displays und Video-Unterstützung. Für die Übertragung von Informationen zwischen dem Z1010 und anderen Geräten sowie zur Erweiterung des Speichers greife das Telefon auf den Wechselspeicher Sony Memory Stick Duo zu, heißt es aus der französischen Stadt.

Nach Abschluss der Interoperabilitätstest (IOT)-Phase soll das Telefon im zweiten Quartal 2003 verfügbar sein, um die UMTS-Einführungsprogramme der Netzbetreiber in der zweiten Jahreshälfte zu unterstützen.

Aber weder die Pünktlichkeit noch die Technik scheint die Analysten von der Solidität des Mutterunternehmens Ericsson zu überzeugen: Theo Kitz von der Privatbank Merck Finck und Co sagt: “Bis jetzt war Ericsson eine einzige große Enttäuschung und wir sehen noch nicht, wie das Unternehmen seinen eigenen Ankündigungen folgen und wieder in die Gewinnzone zurückkehren will.” Die Firma ist für ihn ein “Underperformer”.