T-Mobile bringt Microsoft-Handy mit dem rosa ‘T’

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Carrier-Coup in Old Britain

Die Mobilfunker aus dem Hause Telekom machen international Schlagzielen. Zum einen soll die Kooperation mit Microsoft nun tatsächlich in ein neuartiges Handy münden, zum anderen liefert T-Mobile UK Netzdienste für die altehrwürdige British Telecom.

Nach der Abspaltung von mmO2 wollen die Briten nun doch wieder ins Mobilfunkgeschäft einsteigen. Dazu sollen nach Medienberichten auch Textnachrichten im Festnetz gehören. Für den Sommer sind erste Angebote geplant, heißt es aus London.

Eine enge Kooperation mit Microsoft hatte die Deutsche Telekom schon auf der CeBIT im vergangenen Jahr angekündigt. Neben Application Service Providing (ASP) sollte auch ein sogenanntes Smart Phone dabei herauskommen.

Ein erster Versuch wurde noch im vergangenen Jahr abgeblasen, nun aber werde die taiwanesische High Tech Corporation (HTC) ein Gerät liefern, auf dem Microsofts Smart-Phone-Betriebssystem zum Einsatz komme, teilten die beiden Unternehmen mit. In der Branche wird die Allianz als Bündnis gegen den Marktführer Nokia aufgefasst.

Auf den Endgeräten werde der MSN-Messenger angeboten, heißt es, außerdem Applikationen zum Austausch von Mails. Die Umsätze aus diesem Geschäft würden zwischen T-Mobile und Microsoft geteilt. Immerhin kann T-Mobile weltweit den Zugang zu 82 Millionen Kunden bieten.

Und schließlich hat T-Mobile-Chef Rene Obermann als erster deutscher Mobilfunker sich mit Auskünften zur UMTS-Preisgestaltung vorgewagt. Die 3G-Dienste würden nicht teurer als Datenaustausch über GPRS im GSM-Netz, so Obermann im Focus-Interview. Ende 2004 sollte jeder zehnte T-Mobile-Kunde ein “aktiver Multimedia-Nutzer” sein. Dafür müssten die Preise “erschwinglich” und die Dienste “einfach” sein, so der T-Manager weiter.