O2 zögert mit UMTS

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Verheerendes Signal

O2 Germany will seinen Start in die dritte Mobilfunkgeneration möglicherweise noch einmal verschieben. Der kleinste der vier Netzbetreiber in der Bundesrepublik wollte ursprünglich im Spätsommer mit UMTS-Diensten auf den Markt kommen.

Aus der Konzernzentrale in London hieß es, die Einführung werde sich um mehrere Monate, vielleicht bis November verzögern. Ob es nun an Schwierigkeiten beim Netzausbau oder an Lieferschwierigkeiten der Endgerätehersteller liegt, sagt die Muttergesellschaft mmO2 derzeit nicht.

Schon seit etwa zwei Jahren schieben sich Netzlieferanten, Carrier und Handyhersteller den Schwarzen Peter zu, wenn es um Verzögerungen bei der Einführung von UMTS geht. Die deutsche Mobilcom beispielsweise hatte noch bei der CeBIT im vergangenen Jahr angekündigt, im Herbst 2002 3G-Dienste anbieten zu wollen. Selbst im Sommer noch war der CIO des Unternehmens im Gespräch mit silicon.de zuversichtlich. Bis Ende des Jahres müssen die Lizenzinhaber mit ihrer Netzinfrastruktur mindestens ein Viertel der Bevölkerung erreichen können, um die Bestimmungen der Lizenzen nicht zu verletzen.