Osteuropa stürzt sich auf 3G-Mobilfunk

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Ein Image-Umschwung?

Gute Aussichten für den Start der UMTS-Dienste sagt eine Studie der Marktforschungsgruppe TNS Emnid voraus: 42 Prozent der Mobilfunknutzer in Europa hätten ihr Interesse an den Diensten der dritten Mobilfunkgeneration (3G) bekundet. Das wäre ein gewaltiger Sprung nach vorne, noch im vergangenen Jahr waren es, laut Marktforschungsgruppe Forrester, nur 15 Prozent.

Für die zu Wochenbeginn veröffentlichte 3G-Studie wurden im Herbst in zehn europäischen Ländern knapp 7000 Handybesitzer ab 15 Jahren befragt. 21 Prozent der Testpersonen wären sogar durchaus bereit, auch mehr Geld für die neuen Mobilfunktelefone und Dienste auszugeben, als sie bisher zahlen müssen. Im Durchschnitt würden die Europäer 330 Euro für ein 3G-Handy investieren, ergab die Studie.

Spitzenreiter der angebotenen UTMS-Dienste wären, laut Umfrage, das Versenden und Empfangen von Mails und Bildnachrichten via Handy. Für 77 Prozent der befragten Personen wäre das der ausschlaggebende Kaufgrund. 47 Prozent legten den größten Wert auf das Herunterladen von Musikdateien und 40 Prozent auf das Betrachten von Videoclips.

Auffallend ist, dass die Handy-Nutzer in Osteuropa mehr Interesse an den modernen Diensten zeigten als die Westeuropäer: Das größte Interesse bestehe mit 59 Prozent in der Türkei. Auch Polen verzeichne mit 51 Prozent deutlich mehr potenzielle Käufer als Großbritannien oder Deutschland mit 34 Prozent.