Verdrängungswettbewerb am Mobilfunkmarkt beginnt

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O2 legt sich ins Zeug

Die Wachstumsrate auf dem deutschen Mobilfunkmarkt hat erheblich abgenommen. Nach Angaben der Betreiber ist die Zahl der Mobilfunkverträge im vergangenen Jahr nur noch um 5 Prozent angestiegen. 2001 konnten die Betreiber noch ein Plus von 16 Prozent verzeichnen.

Die drei führenden Anbieter konnten zwar geringfügig zulegen, doch inzwischen trete die Verdrängung der Schwächsten am Markt ein, so Analysten. Am stärksten mache sich das bei E-Plus bemerkbar, nach Expertenschätzung ist der Kundenbestand nur leicht über 7 Millionen gewesen. Bei der Tochterfirma der niederländischen KPN verringerte sich die Kundenzahl sogar erstmals.

Die höchste Zuwachsrate verzeichnet Branchenführer T-Mobile: Der Marktanteil liegt mit 24,6 Millionen Verträgen jetzt bei 41,6 Prozent. O2 folgt mit einem Zuwachs von 7,7 Prozent auf 4,6 Millionen. Vodafone liegt mit 22,7 Millionen auf Platz drei.

O2 ist noch immer der Kleinste der deutschen Mobilfunkanbieter, hat aber große Ziele: Den Konkurrenten E-Plus, der ihm in der Kundenzahl noch überlegen ist, will O2 in den nächsten Jahren übertrumpfen. Hinsichtlich seiner Kundenzuwachsrate ist der Anbieter schon auf dem besten Weg.

Um seinen Marktanteil zu stärken, will O2 künftig im Bereich UTMS noch enger mit T-Mobile zusammenarbeiten. Schon 2001 hatten die Anbieter eine Vereinbarung zum Aufbau des UMTS-Netzes getroffen: O2 darf das Netz von Beginn an mitbenutzen. Das ermöglicht dem Unternehmen, seine Dienste schneller und in einem größeren geographischen Umfang anzubieten. Dafür zahlt O2 jährlich 210 Millionen Euro an T-Mobile.