PDAs kaufen? Warum Unternehmen zaudern

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Warten auf Wireless … und die passenden Gründe

Die Hersteller von Personal Digital Assistants (PDAs) mussten im zurückliegenden Jahr einen Nachfrageeinbruch um 9,1 Prozent verkraften. Die Marktforscher von Gartner Dataquest machen dafür – neben der schlechten Wirtschaftslage – vor allem die deutliche Zurückhaltung von Unternehmenskunden verantwortlich.

Insgesamt konnten die PDA-Spezialisten 12,1 Millionen Geräte absetzen. Den Erhebungen von Gartner zufolge waren darunter mehr als zwei Drittel Privatkunden und nur ein Drittel der Geräte wurde im Unternehmen eingesetzt. “Der lukrativere B2B-Sektor hat stagniert, weil die Unternehmen der Meinung sind, dass PDAs einen vernünftigen Return-on-Investment noch nicht unter Beweis gestellt haben”, so Gartner-Analyst Todd Kort. “Das wird auch noch ein weiteres Jahr dauern.”

Vor allem die Datenfunk-Projekte für Handhelds seien nicht vom Fleck gekommen, beklagt der Analyst. Auch deshalb warten viele IT-Entscheider ab, bis sie sich für eine unternehmensweite Lösung entscheiden. “Die Drahtlos-Infrastruktur steckt immer noch in den Kinderschuhen, die Möglichkeiten der Datenübertragung werden kaum beworben und besonders in den USA sind die Dienste noch viel zu teuer”, sagt der Analyst.

Korts Angaben zufolge musste Marktführer Palm einen Rückgang um 12,2 Prozent einstecken. Gut 4,4 Millionen verkaufte Taschencomputer weltweit bedeuten einen Marktanteil von 36,8 Prozent. Der PDA-Pionier übertrifft damit seinen nächsten Verfolger Hewlett-Packard (HP) aber immer noch um mehr als das Doppelte. Nach HPs 13,5 Prozent schließen sich Sony mit 11, Handspring mit 5,8 und Toshiba mit 3,7 Prozent Marktanteil an. Casio und RIM liegen bei rund 3 Prozent.

Neueinsteiger Dell spielt derzeit nur auf dem US-Markt eine Rolle: 51 000 abgesetzte Geräte schlagen sich in einem Marktanteil von 0,9 Prozent nieder. Nokia dagegen ist in den Vereinigten Staaten mit seinem Smart Phone bedeutungslos und findet sich in der weltweiten Statistik nur auf Platz 8 wieder – mit immerhin 267 000 verkauften Communicators und einem Marktanteil von 2,2 Prozent.

Bemerkenswert ist auch noch der Sprung von Sony. Die Japaner haben sich auf dem US-Markt vom sechsten auf den zweiten Platz vorgearbeitet, den Absatz mehr als verdreifacht und liegen hier jetzt vor HP.

Das lizenzierte Betriebssystem Palm OS ist immer noch auf 55,2 Prozent aller weltweit verkauften PDAs im Einsatz, also insgesamt 6,7 Millionen verkauften Endgeräten. Microsoft schafft es mit seinem Windows CE auf immerhin 3,1 Millionen Stück und einen Anteil von 25,7 Prozent.